01.Ermitteln
Einzelgespräche vor Gruppenterminen, weil in der Gruppe anderes geäußert wird als allein. Erfasst wird auch, wie tatsächlich entschieden wird: wer freigibt, wer gehört werden muss, wer spät blockieren kann.
Nutzerbedürfnisse von unten, Geschäftsziele von oben — ich vermittle zwischen den Beteiligten und gestalte Lösungen, die für alle funktionieren. Das verändert, wie Produkte entstehen — nicht nur, was entsteht.
Die Kernaktivitäten nach IREB, Grundlage der CPRE-Zertifizierung. Die Verwaltung läuft daneben als Requirements Management. Angewandt zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreuz.
Einzelinterviews mit Stakeholdern und Nutzern, Beobachtung im Arbeitskontext, Auswertung vorhandener Dokumente.
Gruppieren, Dubletten zusammenführen, Abhängigkeiten offenlegen, Widersprüche benennen.
Jede Anforderung so formuliert, dass ihre Erfüllung überprüfbar ist.
Gegen die Quelle geprüft und mit den Beteiligten abgestimmt.
Einzelgespräche vor Gruppenterminen, weil in der Gruppe anderes geäußert wird als allein. Erfasst wird auch, wie tatsächlich entschieden wird: wer freigibt, wer gehört werden muss, wer spät blockieren kann.
Hier zeigt sich, welche Aussagen einander ausschließen, obwohl jede für sich plausibel klingt. Priorisiert wird gegen vorher vereinbarte Kriterien, nicht gegen Lautstärke.
Wer braucht sie, wozu, und woran ist erkennbar, dass sie erfüllt wurde. Geprüft gegen die Kriterien, an denen eine Anforderung messbar ist: eindeutig, widerspruchsfrei, vollständig, nachvollziehbar, verifizierbar, relevant, machbar.
Wo Positionen auseinandergehen, moderiere ich entlang der vereinbarten Kriterien und belegbarer Beobachtungen — nicht entlang von Hierarchie. Ergebnis: eine abgestimmte, priorisierte Liste mit schriftlicher Begründung.
Anforderungen ändern sich. Ohne geregelte Änderungsbehandlung verliert eine Spezifikation innerhalb weniger Wochen ihre Verbindlichkeit.
Status, Zuständigkeiten und Abhängigkeiten in einer Ansicht, die alle Beteiligten lesen können — nicht in einer Datei, die eine Person pflegt und versteht. Sichtbar wird, worauf etwas wartet und welche Entscheidung aussteht. Im Fach: Dependency Management und Group Decision Support.
Ich entscheide nicht anstelle der Beteiligten, sondern stelle sicher, dass entschieden werden kann: jede Position erhoben, jeder Widerspruch benannt, jede Priorität begründet.
Zwei bis sechs Wochen, je nach Umfang und Zahl der Beteiligten
Für Vorhaben, in denen die Abstimmung das Risiko ist — nicht die Umsetzung.
Anforderungen sind erhoben, aber nicht abgestimmt. Dieselbe Frage kehrt in jeder Sitzung zurück.
Ergebnis: eine abgestimmte Liste mit dokumentierter Begründung.
Beide Seiten gehen von derselben Auslegung aus. Die Abweichung zeigt sich erst in der Umsetzung.
Ergebnis: eine Spezifikation, die beide Seiten freigegeben haben.
Einträge existieren ohne dokumentierte Quelle, Begründung oder Gültigkeit.
Ergebnis: eine priorisierte Liste mit Quelle und Begründung je Eintrag.
Eine Liste hält fest, was gewünscht wurde. Requirements Engineering klärt zusätzlich Herkunft, Zweck, Abhängigkeiten, Abnahmekriterium und Änderungsweg. Der Unterschied fällt nicht beim Schreiben auf, sondern bei der Abnahme.
Requirements Engineering umfasst Erhebung, Dokumentation sowie Prüfung und Abstimmung — es erzeugt die Spezifikation. Requirements Management verwaltet sie danach: Versionen, Priorisierung und Änderungen über den Projektlebenszyklus. Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber verschiedene Aufgaben.
Nicht durch Verhandlung zwischen den Positionen — dort gewinnt die höhere Hierarchie, und der Konflikt kehrt zurück. Tragfähig ist eine dritte, überprüfbare Grundlage: beobachtetes Nutzerverhalten, Nutzungsdaten, ein Test am Prototyp. Bleibt ein Zielkonflikt, benenne ich ihn als solchen und lege ihn der entscheidungsbefugten Stelle vor.
„Es soll einfach zu bedienen sein“ ist ein Wunsch. „Eine neu eingearbeitete Mitarbeiterin schließt die erste Buchung ohne Hilfe in unter vier Minuten ab“ ist eine Anforderung: testbar, mit bestimmbarem Erfüllungszeitpunkt.
Zertifiziert nach CPUX-F und als Digitaler Innovations- und Produktmanager (IHK). In Ausbildung für CPRE (IREB) und Scrum Product Owner. Belegt an Vorhaben mit mehreren Beteiligten: Deutsches Rotes Kreuz, Volkswagen mit Microsoft, Vaillant-Intranet.
Dann ist das ein Ergebnis — in Woche drei deutlich günstiger als im sechsten Monat. Zielkonflikte zwischen Bereichen sind legitim und brauchen eine Entscheidung der zuständigen Stelle. Meine Aufgabe ist, die Art des Konflikts zu benennen und die Entscheidungsgrundlage vorzulegen.
Kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten: Ausgangslage, Beteiligte, offene Punkte.